Warenkorb

Der Warenkorb ist leer

WalkAway

Der WalkAway ist ein Übergangsritual für 16- bis 18-jährige Schülerinnen und Schüler. Der tiefere Sinn dieses Rituals liegt darin, dass sich der Jugendliche einmal ganz mit sich selbst beschäftigen kann, ohne von Freundeskreis oder Clique, von Fernseher, Smartphone oder Computer abgelenkt zu werden. Außerdem kann der Jugendliche dadurch einen ganz neuen Kontakt zur Natur bekommen.

Der WalkAway ist eine tolle Gelegenheit, sich als Jugendlicher über seine persönlichen Ziele klar zu werden, die er in nächster Zeit verwirklichen will. Falls gerade die Mittlere Reife erreicht wurde, markiert der WalkAway zugleich den Übergang in die Oberstufe des Gymnasiums, in die Fachoberschule oder ins Berufsleben.

Das Ritual des WalkAway kann dem Jugendlichen enorm dabei helfen, einen wichtigen Entwicklungsschritt in seiner Persönlichkeit hin zu mehr Selbständigkeit, Selbstverantwortung und zum Erwachsensein zu machen.

Eine genauere Beschreibung zum WalkAway ist unterhalb der Bilder zu finden.



WalkAway 2015

Abmarsch der WAW-Gruppe zum Wald Aufbruch zur Solozeit vorm Seminarzentrum

Abmarsch der WAW-Gruppe zum Wald

Aufbruch zur Solozeit vorm Seminarzentrum

Aussendung zur Solozeit mit Ritual Utensilien zum Räuchern

Aussendung zur Solozeit mit Ritual

Utensilien zum Räuchern

Herbeitrommeln der Teilnehmer aus dem Wald Rückkehr der WAW-Gruppe aus der Solozeit

Herbeitrommeln der Teilnehmer aus dem Wald

Rückkehr der WAW-Gruppe aus der Solozeit



WalkAway 2014

Walkaway

Münchner Merkur/Fürstenfeldbrucker Tagblatt vom 16./17.8.2014

WalkAway-Gruppe vor dem Seminarzentrum WalkAway-Gruppe erkundet den Wald

WalkAway-Gruppe vor dem Seminarzentrum

WalkAway-Gruppe erkundet den Wald

Begrüßungs-Zeremonie nach der Solo-Zeit im Beisein der Eltern Erleichterte WalkAway-Teilnehmer nach bestandener Prüfung

Begrüßungs-Zeremonie nach der Solo-Zeit im Beisein der Eltern

Erleichterte WalkAway-Teilnehmer nach bestandener Prüfung



WalkAway 2013


WAW-Teilnehmer bei seiner Rückkehr aus der Solozeit Runde vor dem Wald

WAW-Teilnehmer bei seiner Rückkehr aus der Solozeit

Runde vor dem Wald

Allein in der Nacht im Wald Herbeitrommeln der Eltern

Allein in der Nacht im Wald

Herbeitrommeln der Eltern



WalkAway 2012

Walkaway

Aichacher Allgemeine vom 8.8.2012

WalkAwayteilnehmer und Leiter nach der Rückkehr Walkaway-Gruppe auf dem Weg in den Wald

WalkAwayteilnehmer und Leiter nach der Rückkehr

Walkaway-Gruppe auf dem Weg in den Wald

Rehbesuch am Basislager Steinkreis

Rehbesuch am Basislager

Steinkreis



Der WalkAway für Jugendliche greift auf das Wissen traditioneller Völker zurück, bei denen die „Initiation“ als bewusster Übergang zum Erwachsenwerden sehr oft eine wichtige Rolle spielt. Die Inititation in die neue Lebensphase ist vor allem eine Begegnung mit sich selbst. Mehr zu den Hintergründen ist auch in einem Beitrag von Peter Maier in dem Online-Magazin medelia.de zu lesen.



Was ist ein WalkAway?


Der „WalkAway“ ist ein Ritual zur Persönlichkeitsstärkung und ein wichtiger Schritt auf dem Weg zum Erwachsenwerden. Dieses Ritual ist eine Kurzform der „Jugend-Visionssuche“ und wurde extra als Ritual für Schulen und Jugendarbeit entwickelt. WalkAway könnte etwa mit „Gehe deinen Weg zu Dir selbst, zur eigenen Persönlichkeit, in das Innere deines Herzens“ übersetzt werden. Dazu ist es aber nötig, dass der Jugendliche seine Eltern und seine gewohnte Umgebung von Schule und Freundeskreis für eine begrenzte Zeit verlässt und sich abstinent von allen medialen Verbindungen zur Welt verhält.

Die „Jugend-Visionssuche“ stammt von den beiden nordamerikanischen Psychologen und Ethnologen Steven Foster und Meredith Little (siehe dazu auch ihre „School of Lost Borders“). Bereits vor mehr als 30 Jahren war ihnen bei der Beobachtung von Indianerstämmen aufgefallen, wie wichtig bei indigenen Kulturen Übergangszeremonien – sogenannte „Initiationsrituale“ - waren und es zum Teil heute noch sind. Wenn junge Indianer erwachsen werden wollten, mussten sie sich unter der Aufsicht einiger Stammesältesten einer fundamentalen Prüfung – einer Art Lebensprüfung – unterziehen. Und dies bedeutete immer, dass die Jugendlichen an der Schwelle zum Erwachsenwerden allein und fastend in die Wildnis gehen mussten. Kamen sie dann nach einigen Tagen und Nächten wieder zurück, waren sie in der Einsamkeit gereift und wurden dann von den „Ältesten“ in die Gemeinschaft der Erwachsenen aufgenommen. Dieser Vorgang heißt „Initiation“ - also Eintritt in die neue Lebensphase des Erwachsenseins. Alle traditionellen Völker und Stammesgemeinschaften kannten solche Initiationsrituale.

Diesen Grundgedanken der Indianer-Initiation haben Foster und Little übernommen und daraus die „Jugend-Visionssuche“ entwickelt, ein modernes Ritual für unsere heutige Zeit. Dieses Ritual hat drei Phasen und dauert zehn oder elf Tage.

Damit die Thematik „Persönlichkeitsentwicklung – Erwachsenwerden – Initiation“ auch in Schulen und in der Jugendarbeit ihren Eingang finden kann, wurde der WalkAway als eine viertägige Kurzform der Jugend-Visionssuche entwickelt. Der WalkAway hat die gleichen drei Phasen, aber diese werden kürzer gehalten:

In der ersten Phase werden die Initianden zwei Tage lang vorbereitet und durch mehrere Naturübungen und Gesprächsrunden schrittweise auf die Solozeit hingeführt.

In der zweiten Phase, der sogenannten „Solozeit“, müssen sie für 24 Stunden allein in die wilde Natur gehen. Sie haben nur einen Schlafsack, eine Matte, eine Regenplane, einen kleinen Rucksack, ein Tagebuch und genügend Wasser dabei. Sie verzichten auf jede Gemeinschaft und gelten während der Solozeit als unsichtbar; sie verzichten ebenfalls auf jedes Essen und auf eine Behausung. Sie verzichten zudem auf alle Kommunikationsmittel wie etwa Handy, Smartphone, MP3-Player oder Uhr.

In der dritten Phase, der Rückkehr und Wiedereingliederung in die Gemeinschaft am vierten Tag, werden die Initianden von den angereisten Eltern und von den Visionssuche-Leitern empfangen, erzählen ihre Geschichte von „allein da draußen im Wald“ und werden dafür gewürdigt. Außerdem werden die jungen Leute darauf vorbereitet, wie sie in der Zeit danach ihre Erfahrungen in die Gemeinschaft einbringen könnten.

Die Erfahrung mit Jugendlichen über mehrere Jahre hinweg hat gezeigt, dass der WalkAway ein geeignetes Ritual für die 10. Jahrgangsstufe sein kann, also für 16- bis 17-jährige Jugendliche. Auch die 11. Jahrgangsstufe kommt noch in Frage dafür. Gerade am Ende der 10. Klasse kann ein WalkAway den Abschluss der Mittleren Reife sinnvoll begleiten und ein hervorragendes Übergangsritual zur Oberstufe des Gymnasiums, zur Fachoberschule oder zu einer Berufsausbildung darstellen. Die teilnehmenden Jugendlichen, sowie deren Eltern haben bisher positive bis sehr positive Rückmeldungen zum WalkAway gegeben. Damit solch ein Projekt aber gelingen kann, sind eine intensive Vorbereitung, ein passendes Gelände, ein überlegtes Sicherheitskonzept und eine gute Schulung der WalkAway-Leiter erforderlich.

Hier noch ein Hinweis: In meinen beiden Büchern „Initiation – Erwachsenwerden in einer unreifen Gesellschaft. Band I: Übergangsrituale. Band II: Heldenreisen“ werden unter anderem ein WalkAway mit einer Schülergruppe aus Mädchen und Jungen, eine Jugend-Visionssuche und eine Auslandsreise eines jungen Volljährigen ausführlich beschrieben und unter dem Aspekt des Erwachsenwerdens gedeutet. Pubertät und der Prozess des Erwachsenwerdens werden unter verschiedenen Aspekten beleuchtet.


Peter Maier, Gymnasiallehrer und WalkAway-Leiter



Feedback zum WalkAway


Am 2. August konnten wir Angehörigen miterleben, wie die Jugendlichen nach 24 Stunden aus dem Wald kamen. Sie sahen stolz, freudig, etwas erschöpft, aber glücklich aus. Alle haben es geschafft und jeder hatte seine eigene, ganz persönliche Auseinandersetzung mit sich und der Natur. Sie haben Mut und Durchhaltevermögen bewiesen und ihre eigenen inneren Stärken und Schwächen erkannt. Ich vergesse die leuchtenden Augen von meinem Enkel nicht. Bei Ihnen und dem gesamten Team spürte man die feste innere Überzeugung, die eigene Begeisterung für diesen WalkAway. Sie haben mit viel Liebe, Humor, Respekt und mit der dazugehörigen Ernsthaftigkeit die Jugendlichen auf ihren WalkAway vorbereitet und zum Abschluss gebracht. Sie bieten den Jugendlichen etwas Großartiges und meiner Meinung nach sehr Wertvolles an. Machen Sie weiter so, es ist etwas ganz Besonderes und Wunderbares! (Erika Krasser, Großmutter, Erfurt, 11.8.2014)

Ihr Bericht hat mich sehr berührt. Ich finde es sehr gut, was Sie machen. Es hilft, dass die jungen Menschen wieder zu sich finden können, hat sich bei vielen doch ihre Welt bedauerlicherweise zu einer Welt aus Handy, Smartphone, Laptop und Fernsehen reduziert. Natur ist so wichtig, um bei sich zu bleiben. Ich selbst bin noch halbwegs mit Natur aufgewachsen, … bei meinen Nichten (15 Jahre alt) sehe ich, dass sie sich ziemlich von der Natürlichkeit des Lebens entfernt haben, aber ohne es zu wissen, weil sie (fast) nichts anderes kennen als TV-Talentshows und Shoppen. Was Sie machen, ist wirklich Pionierarbeit … (S.K. 23.8.2012)

Im Frühling vergangenen Jahres habe ich einen Artikel über Rituale von Naturvölkern gelesen. Beeindruckt von der Idee, dass so etwas auch hier bei uns möglich ist, hat meine Tochter sich um einen Platz (in der WalkAway-Gruppe von Herrn Maier) bemüht. Von der Planung, über die Vorbereitung und Organisation, bis zu unserem Wiedersehen nach ihrer Nacht im Wald, gehört diese Erfahrung ganz sicher zu einem der intensivsten Erlebnisse, die ich als Mutter gemacht habe. Auch ich habe diese Zeit als 'WalkAway' empfunden, als Abschiednehmen, als Zeit des Loslassens, als Zeit der Trauer, aber auch der Freude. Mit großem Respekt, voller Wärme und Stolz, habe ich bei unserem Wiedersehen eine junge Frau erlebt, die mutig und bewußt einen gewaltigen Schritt in ein eigenes Leben gegangen ist. Die Durchführung des WalkAway's durch Peter Maier und Gabi Obst, einfühlsam, über-zeugend und gewissenhaft-, aber auch die Kraft der Gruppe und des Ortes, waren für meine Tochter ein Geschenk! Am Ende stand und steht noch heute eine große Dankbarkeit für diese Erfahrung, die sich leise, stetig und nachhaltig in unserem Alltag verankert hat. (Nadia Ben Brahim, Köln, 10.1.2014)

Der WalkAway ist ein sehr schönes Angebot. Mir hat sehr gefallen, wie Sie mit den Jugendlichen und mit uns Eltern umgegangen sind. Ich war tief bewegt, als ich die jungen Leute aus dem Wald kommen sah, so bei sich und beeindruckt, von dem was sie in den Stunden allein erlebt und wie sie sich selbst dabei kennengelernt haben. Der Rahmen, den Sie bereitgestellt haben, hat ihnen Halt und Struktur gegeben und Sie haben alle jungen Männer und Frauen voller Respekt und Wertschätzung behandelt. Es war so möglich, dass die jungen Teilnehmer einen Selbsterfahrungsprozess durchlaufen konnten, wie sie ihn sonst viel zu selten machen können und worin sie kaum je von Erwachsenen begleitet werden, ohne Bevormundung oder Belehrung. Das haben Sie sehr gut hinbekommen. Ich war von jedem einzelnen Bericht, den die Jugendlichen uns gegeben haben, sehr bewegt. Mit großem Respekt habe ich ihnen zugehört und mich sehr gefreut, dass ich Zeugin sein durfte von ihrer Erfahrung. Ich danke Ihnen, Herr Maier, und Frau Obst und vor allem den Jugendlichen, die sich so vorbehaltlos eingelassen und uns haben teilhaben lassen an dieser tiefgreifenden Erfahrung. Der WalkAway ist natürlich keine Lösung für jedes Problem und so haben wir weiterhin unseren Weg mit einem nicht einfachen, pubertierenden Sohn zu gehen. Aber wir Eltern möchten diese Erfahrung genauso wenig missen wie unser Sohn, dem es eine sehr wichtige Etappe auf seinem Weg ins Erwachsenenalter war. Ich kann den WalkAway nur weiterempfehlen. (Annette Kleine Möllhoff, 12.2.2014)